Hausbau Kosten – womit müssen Bauherren rechnen?

Der Bau eines Hauses ist eine Investition für das ganze Leben. Viele Bauwillige stellen sich natürlich vorher die Frage, welchen Kosten dabei auf sie zukommen.  Bei der Planung müssen die Nebenkosten, die beim Hausbau entstehen ebenso berücksichtigt werden die Kosten pro Quadratmeter. In welcher Höhe ist eine Eigenleistung notwendig? Nachfolgend findet sich eine Aufstellung der wichtigsten Hausbau Kosten.

Wie hoch sind die Hausbau Kosten pro Quadratmeter?

Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten.  Zum einen ist die Preisgestaltung der Fachbetriebe zu unterschiedlich, um eine einheitliche Aussage zu treffen. Außerdem werden die Quadratmeterpreise ebenfalls durch andere Faktoren beeinflusst.  Wer ein Mehrfamilienhaus bauen möchte, sollte von einem Durchschnittpreis von 1.150 Euro je Quadratmeter ausgehen. Bei einem Reihenhaus liegt der Quadratmeterpreis bei circa 1.200 Euro, während bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 1.350 Euro kalkuliert werden kann.

Die Erschließungskosten betragen zwischen 25-75 Euro pro Quadratmeter. Grundsätzlich dient ausschließlich die Wohnfläche als Grundlage der Berechnung.  Flächen, die für Kellerräume und Garage genutzt werden, fließen dagegen nicht in die Berechnung der Hausbau Kosten pro Quadratmeter ein.  Einen Einfluss auf die Kosten hat allerdings die Ausstattung des Hauses. Handelt es sich um eine hochwertige Ausstattung, muss mit höheren Quadratmeterkosten gerechnet werden als bei einer mittleren oder einfachen Ausstattung.

Nebenkosten beim Hausbau – mit welchem Gebühren muss gerechnet werden?

Versteckte Nebenkosten können einen Hausbau erheblich verteuern. Deshalb ist es wichtig, sich als Bauherr bereits vorher über die zu erwartenden Nebenkosten zu informieren und diese in die Planung einzubeziehen.  Bausachverständige, Baugutachter und Architekten berechnen ebenfalls Honorare, die es zu berücksichtigen gilt.  Architekten erhalten beispielsweise eine Vergütung von 10-15 Prozent der Bausumme. Auch bei einer niedrig angesetzten Bausumme muss dafür ein Honorar von circa 15.000 Euro einkalkuliert werden.

Der Grundstückspreis hat ebenfalls Einfluss auf die Kosten, die bei einem Hausbau entstehen. Zusätzliche Zahlungen, wie Makler- und Notargebühren, für Vermessung und Grundbucheintragung zählen ebenfalls zu den Baunebenkosten.  Muss ein Grundstück an das Stromnetz angeschlossen werden, fallen zusätzliche Kosten an.  Die Grunderwerbsteuer wird vom Grundstückspreis berechnet und beträgt abhängig von jeweiligen Bundesland zwischen 3,5-6,5 Prozent. Weitere Kosten, die beim Bau eines Hauses entstehen, sind die Kosten für die Baugenehmigung und die Erschließungskosten.

Die Kosten für den Aushub einer Keller- und Bodenplatte lässt sich anhand der jeweiligen Bodenklasse ermitteln. Während bei der Bodenklasse 3 einfach auszuhebender Boden abtransportiert wird, entstehen bei den felsigen, tiefen Böden der Bodenklasse 7 erheblich höhere Kosten für den Abtransport.  Muss ein auf dem Grundstück stehendes altes Gebäude abgerissen werden, sind Kosten zwischen 4.000-12.000 Euro einzuplanen. Das Fällen eines Baums auf dem Baugrundstück schlägt mit circa 250 Euro zu Buche. Bei den Anschlüssen von Wasser, Abwasser sowie Kanalisation sollte der Bauherr mit Kosten von durchschnittlich 9.000 Euro rechnen, die Preise variieren allerdings je nach Gemeinde und Bundesland.

Telefon und Internet gehören heute zum Leben dazu und entsprechende Anschlüsse sollen in einem Eigenheim natürlich vorhanden sein. Die Deutsche Telekom bietet in ihrem Bauherrenservice Beratung und Beantragungsmöglichkeiten dazu an.  Versicherungen stellen ebenfalls einen wichtigen Faktor beim Bau eines Eigenheims dar. Mit der Bauleistungsversicherung werden Risiken vor unvorhergesehenen Schäden am Neubau abgesichert. Bei einem Blitzschlag werden die Kosten des entstandenen Schadens und die Handwerkerleistungen der Reparatur von der Versicherung übernommen.  Witterungsbedingte Bauschäden, die durch Hagel, Sturm oder Regen entstehen, sind durch die Bauleistungsversicherung ebenfalls abgedeckt.

Mit welchen Eigenleistungen können Bauherren Kosten sparen?

Wer durch Eigenleistung zum Bauen seines Eigenheims beiträgt möchte dadurch Geld sparen.  Welche Eigenleistung ist sinnvoll und wie hoch ist die Ersparnis wirklich? Fachleute berechneten, dass bei einem Eigenheim mit circa 140 Quadratmetern Wohnfläche durch Eigenleistungen in den meisten Fällen bis zu 25.000 Euro eingespart werden können.  Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 275.000 für ein Einfamilienhaus entspricht dies etwas weniger als 10 Prozent der Kaufsumme.  Die Bauherren sollten sich jedoch nicht überschätzen. Manche Arbeiten sind ohne die entsprechenden Fachkenntnisse und Fertigkeiten nicht zu handhaben.

Mit welchen Arbeiten können Heimwerker beim Bau Ihres Eigenheims Kosten einsparen? Maler- und Tapezierarbeiten bieten ein hohes Sparpotential. Bauherren können dabei zwischen 60-80 Prozent Kosten einsparen, wenn Sie Ihr Haus selbst tapezieren. Auch das Verlegen von Laminatböden gestaltet sich kostengünstiger, wenn der Bauherr selbst Hand anlegt.  Fliesen selbst verlegen, spart bis zu 50 Prozent Kosten ein.

Wer geschickt ist und den Zeitaufwand ermöglichen kann, spart beim Trockenbau durch das selbstständige Verlegen, Schleifen und Spachteln der Rigips-Platten bis zu 70 Prozent der veranschlagten Kosten ein.  Nur erfahrene und geübte Heimwerker verputzen die Wände ihres Eigenheims selbst.  Der arbeitsintensive Vorgang besitzt allerdings mit 70-80 Prozent ein sehr hohes Sparpotential. Eigenleistungen bei Sanitär- und Elektroinstallationen setzen Profikenntnisse voraus.  Diese Arbeiten sollte der Bauherr am besten einem Fachbetrieb anvertrauen. Möglich ist es, durch aktive Mithilfe eine Reduzierung der Kosten auszuhandeln.

 

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