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Hausbau aus Holz – nachhaltiges Wohnen im Trend

von Bauherr

Immer mehr Bauherren entscheiden sich für Holz als Baumaterial. Gesundes und umweltbewusstes Wohnen steht dabei im Vordergrund. Mit verschiedenen Hölzern lässt sich der Wohnkomfort erhöhen. Zu den Vorteilen des Holzmaterials zählt dessen hohe Festigkeit bei gleichzeitig niedrigem Gewicht.  Holz zählt zu den nachwachsenden Rohstoffen und schont die Umwelt. Auch im praktischen Sinn bietet der Holzbau zahlreiche Vorteile.

Die Vorteile von Holz als Baumaterial

Mit der Verwendung von Holz lässt sich eine effiziente Wärmedämmung erreichen.  Der positive Effekt der Hölzer ist auch durch ein angenehmes Raumklima spürbar. In der kalten Jahreszeit ist es in den Räumen angenehm warm. In einem Holzhaus herrscht immer eine ideale Luftfeuchtigkeit.

Außerdem kann Holz einfach bearbeitet und einzelne Teile bereits vorgefertigt werden.  Der Holzbau gestaltet sich dadurch wesentlich einfacher als der Massivbau.  Ein Holzhaus ist schneller aufgebaut als ein Eigenheim in Massivbauweise. Dadurch sparen Bauherren Kosten, denn der Holzbau kann innerhalb weniger Tage errichtet werden.

Zu den Nachteilen des Holzbaus zählt der mangelnde Lärmschutz. Gegen Lärm sind Holzbauten nicht so gut geschützt wie Häuser, die in Massivbauweise erbaut werden.  Der Brandschutz spielt bei Holzhäusern eine noch wichtigere Rolle als bei Gebäuden aus anderen Materialien. Mit einer Dämmung aus Mineralfasern oder Hartschaum kann der Bauherr sein Holzhaus wirksam vor einer Brandgefahr schützen.

Beim Abschluss einer Versicherung wird eine höhere Prämie fällig, wenn es sich um ein Holzhaus handelt. Gebäude werden in unterschiedliche Brandklassen eingeteilt. Da Holzmaterialien leichter entflammbar sind als andere Baustoffe, werden sie einer höheren Brandklasse zugeordnet.

Welche Hölzer eignen sich zum Hausbau?

Welche Holzart sich zum Bau des Eigenheims am besten eignet ist auch abhängig vom Einsatzort. Das beliebte Ahornholz eignet sich nicht für die Verwendung als Außenfassade, da es nicht witterungsbeständig ist. Deshalb kommt es vor allem bei der Innenraumgestaltung zum Einsatz.  Mit seinem gleichmäßigen Erscheinungsbild eignet sich das robuste Holz für beispielsweise für Trennwände.

Birkenholz wird für Treppen und Böden verwendet. Mit seiner seidig schimmernden Oberfläche sieht es optisch sehr ansprechend auf Treppenstufen und als Fußboden aus.  Da das Holz jedoch anfällig für Insekten und Pilzbefall ist, wird es nicht im Außenbereich verwendet.

Ebenfalls gut für die Gestaltung der Fußböden geeignet ist Buchenholz.  Das Holz besitzt ein gleichmäßiges Erscheinungsbild und eine harte und schwere Qualität. Außer in Badezimmer stellt es den idealen Fußbodenbelag für alle Wohnräume dar. In Badezimmern und Waschräumen wird es nicht verwendet, da es bei Nässe aufquillt.

Für Drinnen und Draußen gleichermaßen geeignet ist das harte und widerstandsfähige Holz der Robinie. Da es außerdem extrem belastbar ist, zählt es zur Resistenzklasse 1. Es wird häufig zum Bau eines Holzhauses, einer Terrasse oder eines Sandkastens eingesetzt. Aufgrund seiner Härte eignet sich das Holz der Robinie auch für Parkettböden.  Es kann ebenfalls im Badezimmer verlegt werden, da es Nässe standhält.

Wetterbeständige Holzarten für den Fassadenbau

Für den Fassadenbau werden ausschließlich wetterbeständige Holzarten eingesetzt. Dazu zählen die Lärche, die Douglasie und ein leicht gemasertes Nadelholz das unter dem Namen Red Cedar bekannt ist.  Die Auswahl der für Holzfassaden geeigneten Hölzer ist groß. Eine fachgerechte Beratung durch den Holzfachhandel kann die Entscheidung erleichtern.

Mit einer Oberflächenbehandlung versehen, eignen sich auch Fichte und Kiefer für die Gestaltung der Außenfassade.  Um vor Wind und Wetter geschützt zu sein, werden die zum Hausbau verwendeten Hölzer durch Lasuren veredelt. Dadurch erhöht sich der Oberflächenschutz und die Haltbarkeit des Holzes.

Muss bei einer Holzfassade mit weiteren Kosten gerechnet werden?

Bei der Erbauung eines Eigenheims aus Holz können später Kosten durch Renovierung und Wartung der Holzfassade entstehen. Bei dünnschichtigen Lasuren müssen die Fassaden in ein-bis vierjährigen Abständen nachbehandelt werden. Wird eine mittelschichtige Lasur aufgebracht, ist in einem Zeitraum von zwei bis sieben Jahren eine Wartung und Nachbehandlung notwendig, während industrielle Lasuren eine hohe Haltbarkeit von bis zu fünfzehn Jahren aufweisen.

Lasierte Hölzer behalten über einen langen Zeitraum ihre natürliche Farbe. Sie setzen zwar ebenso wie unlasierte Hölzer witterungsbedingt und durch die tägliche UV-Strahlung Patina an, dieser Effekt wird mit Hilfe der Lasierung allerdings erheblich gemildert.

Holzfassaden liegen im Trend

Holzfassaden liegen bei Eigenheimbesitzern derzeit im Trend. Mit erhöhten Kosten ist dabei im Nachhinein kaum zu rechnen. Nachbehandlungen sind zwar in regelmäßigen Abständen ratsam, allerdings hält die industrielle Lasur inzwischen bis zu fünfzehn Jahre an. Eine Fassade in Massivbauweise müsste im gleichen Zeitraum mehrfach neu gestrichen werden. Eine graue Patina stellt bei Holzhäusern keine Qualitätsminderung dar. Es ist im Gegenteil der Beweis für die Verwendung eines Naturmaterials.

Holzfassaden sind bei Bauherren ebenfalls beliebt, weil sie persönliche Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Beim Hausbau kann zwischen einzelnen Fassadenelementen, die aus Holz hergestellt werden und kompletten Holzfassaden ausgewählt werden.  Durch eine senkrechte oder waagerechte Verlegung lässt sich die Fassade zudem individuell gestalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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