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Checkliste Hausbau – alles perfekt geplant!

von Bauherr

Wer den Bau eines Eigenheimes plant achtet auf jedes Detail. Um nichts zu vergessen, bietet sich die Erstellung einer Checkliste an. Damit kann der Bauherr systematisch vorgehen und hat zwischendurch den Kopf frei für andere wichtige Dinge.

Am Anfang steht die Finanzierung

Von der Planung bis zum Einzug in das Eigenheim vergeht viel Zeit. In der Zwischenzeit gibt es viel zu überdenken, zu planen und zu organisieren. Am Anfang jeder Planung steht die Finanzierung. Als erster Punkt auf der Checkliste kommt der Finanzplanung eine besondere Rolle zu. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen entscheiden mit über die Größe und Ausstattung des geplanten Eigenheims. Bei einem Termin mit der Hausbank kann der gewünschte Kreditrahmen vereinbart und ein entsprechender Vertrag abgeschlossen werden. Dabei sollte nicht zu knapp kalkuliert werden, denn  im Laufe des Bauvorhabens können unvorhergesehene Kosten auftreten.

Das geeignete Grundstück finden

Ist die finanzielle Planung abgeschlossen, kann der Bauherr das passende Grundstück suchen. Dies findet er durch Anzeigen in der Tagespresse oder im Internet ebenso wie mit der Unterstützung eines qualifizierten Maklers.  Nach dem Erwerb des Grundstücks schließt sich die Planungsphase an, in der die Entscheidung über den Haustyp und das zum Bau verwendete Material getroffen wird. Bevorzugt die Familie ein Haus im klassischen Stil oder im modernen Design? Soll das Haus in Fertigbauweise oder Massivbauweise errichtet werden?

Werden alternative Energieträger in Betracht gezogen? Solaranlagen unterliegen einer staatlichen Förderung und sparen entsprechend Kosten ein.  Der Bauherr sucht für die weitere Bauplanung nach einem Architekten, der die Baupläne erstellt. Dabei werden Fragen hinsichtlich der Qualität des Baugrunds ebenso geklärt wie der Bau von Lärmschutzmaßnahmen.

Die Kosten nicht aus den Augen verlieren

Der nächste Punkt auf der Checkliste ist die genaue Ermittlung der Kosten, die im Laufe des Hausbaus auf den Bauherrn zukommen. Dazu zählen Grundstückskosten, Baunebenkosten und Kosten für Gebühren. Dafür werden zu diesem Zeitpunkt bereits Kredite vereinbart und unterschrieben.

Anhand der Checkliste kann der nächste Punkt abgehakt werden, wenn der Architekt alle Unterlagen zusammengestellt und den Bauantrag eingereicht hat. Nach Erteilung der Baugenehmigung ist es ratsam, in einem Termin gemeinsam mit dem Architekten den Inhalt der Genehmigung genau zu prüfen, bevor mit dem Hausbau begonnen wird.

Die Erteilung der Baugenehmigung

Die Checkliste sieht als nächsten Punkt die Auswahl der Handwerksbetriebe, die den Hausbau durchführen, vor. Nach einem Preisvergleich unterschiedlicher Kostenvoranschläge werden die entsprechenden Handwerker und die Baufirma beauftragt. Aufträge müssen unterschrieben werden, damit der Bau rechtzeitig beginnen kann.

Nun sollte der Bauherr spätestens eine Bauherrenhaftpflicht- sowie eine Gebäudeversicherung abdecken. Wer selbst auf der Baustelle mithelfen möchte, benötigt ebenfalls eine Bauherrenunfallversicherung.  Gemeinsam mit dem beauftragten Bauunternehmen richtet der Bauherr nun die Baustelle ein. Dabei müssen wieder viele Details beachtet werden.  Denn der Bauherr ist ebenfalls verantwortlich für die Aufstellung des Schildes „Eltern haften für ihre Kinder“. Außerdem muss er den Baubeginn der örtlichen Baubehörde mitteilen. Nachdem der Bodenaushub abgeschlossen ist, wird das Fundament gegossen.

Anschließend werden mit dem Bau des Kellergeschosses die Bauarbeiten fortgesetzt. Dem schließt sich die Erbauung des Erdgeschosses und des Ober-und Dachgeschosses an.

Um die Kosten im Auge zu behalten, sollte der Bauherr zwischendurch Rechnungen und Lieferscheine überprüfen. Dabei lohnt sich die Überprüfung einzelner Positionen. Eventuell lassen sich hier noch Rabatte mit Handwerksbetrieben aushandeln. Die Arbeit auf der Baustelle muss regelmäßig überprüft werden. Bei einem Rundgang stellt der Bauherr fest, ob alle Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt oder Nachbesserungen notwendig sind.

Steht der Rohbau, können bereits die Materialien für den Innenausbau ausgewählt und bestellt werden. Dazu zählen Fliesen und Tapeten ebenso wie die Einbauküche und die sanitären Einrichtungen.  Auch außerhalb des Hauses gibt es einiges zu tun. Soll das Eigenheim durch eine Alarmanlage geschützt werden, muss der Bauherr diese jetzt bestellen und anschließen lassen. Die Außenbeleuchtung wird am Gebäude angebracht.

Dabei ist darauf zu achten, dass Außenanlagen, Zufahrten und Wege zum Haus ebenfalls angelegt werden müssen. Garage oder Geräteschuppen sollten in dieser Bauphase fertiggestellt werden.

Die Beendigung der Bauarbeiten der Baubehörde anzeigen

Die Beendigung der Bauarbeiten muss wiederum der Baubehörde mitgeteilt werden. Nach erfolgter Bauabnahme sind eine Reihe weiterer Formalitäten zu erledigen. Anschließend kann die Gestaltung des Gartens und der Terrasse geplant werden.

Der Eintrag in das Grundbuch stellt den nächsten Schritt auf dem Weg in das eigene Heim dar. Unter Bauaufsicht erfolgt die Einmessung des Eigenheims. Die Feuerungsanlage wird ebenfalls amtlich abgenommen.  Nun wird auch die Grundsteuer fällig.

Zeit für den Umzug in die eigenen vier Wände

Rund um das Eigenheim können nun je nach Bedarf und den Vorstellungen des Bauherrn entsprechend Zäune aufgebaut werden. Nun sind auch Garten und Terrasse weitgehend fertiggestellt und dem Einzug in das neue Heim steht nichts mehr entgegen.

 

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